Hallo ihr Lieben,
diese Frage ist vor kurzem in einem Gespräch aufgekommen und darauf habe ich folgendes geantwortet:

Kurzer Disclaimer voraus: Meine Infos sind selbst angeeignet und erheben keinen Anspruch auf 100% Richtigkeit.

Zum Thema „Daumen lutschen“ empfinde ich das Wort chronisch vollkommen falsch am Platz, denn das suggeriert, dass das in irgendeiner Form krankhaft sein könnte. Da muss ich kurz meine Definition von „Krank“ erläutern. Krankhaft ist alles, was einen im Alltag irgendwie beschränkt und Krankheitswert hat bzw. einfach gesagt, wenn es einem dadurch schlechter geht.
Was man beim Daumen lutschen macht, empfinde ich stattdessen als das Gegenteil von krankhaft. Ich würde es sogar als Coping-Mechanismus/Skill oder Bewältigungsstrategie bezeichnen. Und das ist dann etwas gutes, wenn es einem hilft, beruhigt und es einem dadurch besser geht. Nägelkauen im Vergleich dazu hat für mich krankheitswert, weil man sich damit i.d.R. schadet.

Daumen lutschen oder Schnuller benutzen ist für einen Erwachsenen auch überhaupt nicht schädlich, da sich die Zähne nicht mehr verformen, was bei Kleinkindern ab einem gewissen Alter eher ein Problem ist.

Zum Thema Erwachsene und Schnuller habe ich ein schönes Beispiel. Es gibt den NUK Medic Pro L für Erwachsene. Das ist ein ganz normaler Schnuller von NUK, nur größer, der zu medizinischen Zwecken entwickelt wurde. Also z. B. für Saug- und Schlucktraining, hilft gegen schnarchen und ich meine sogar mal etwas zum Thema Schlafapnoe gelesen zu haben. Oder man nutzt ihn eben als Coping-Skill. 😉

Abschließend würde ich also „chronisch“ durch „Gewohnheit“ ersetzen oder sogar zu „guter Gewohnheit“, wenn es einem irgendwie hilft. Und dann würde ich antworten: Ja, selbstverständlich kann es zur Gewohnheit werden.

Littlelige Grüße,
Eure Leonie ♥

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